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Telemetrie

Aufenthaltsräume

Die aus dem Wolfsmonitoring gewonnen Daten bilden die Grundlage für wissenschaftliche Untersuchungen. Eine der wichtigsten Aufgaben des Monitorings ist es herauszufinden wo die Wölfe leben und welche Habitate sie nutzen. Dies wird anhand der folgenden drei Beispiele veranschaulicht. Es handelt sich dabei um Monitoringdaten von zwei besenderten Wölfen und einem nicht-besenderten Wolf.

Die Karten zeigen die Streifgebiete (MCP95), sowie die Häufungen der Lokationen (Kernels) der drei Wölfe. Je dunkler der Kernel-Bereich ist, desto mehr Nachweise hat es in diesen Gebieten gegeben.

Bei den ersten zwei Wölfen (FT10 und MT6) handelt es sich um Jährlinge aus dem Munsteraner Rudel, die mit einem Telemetriehalsband ausgestattet wurden. Bei dem dritten Wolf handelt es sich um die territoriale Fähe GW356f, die seit dem Jahr 2014 im Bereich Goldenstedt (LK Vechta) und Barnstorf (LK Diepholz) lebt. Diese Fähe konnte durch viele Untersuchungen genetischer Proben identifiziert werden und eignet sich damit ebenfalls als Beispiel.

FT 10

• Jährlinsfähe Rudel Munster (geboren 2014, tot aufgefunden im Mai 2016, natürliche Todesursache)
• Telemetriedaten von Juni 2015 bis November 2015
• Streifgebiet von 246 km²
• Hauptaufenthaltsgebiet Elternterritorium auf den Truppenübungsplätzen

MT 6

• Jährlingsrüde Rudel Munster (geboren 2014, behördlich angeordnete und
durchgeführte Tötung im April 2016)
• Telemetriedaten von Juni 2015 bis März 2016
• Auffällig großes Streifgebiet von 1 231 km²
• Deutlich mehr Ausflüge und längere Strecken als seine Schwester FT10

Territoriale Fähe

• Territoriale Fähe (geboren 2013, Herkunft Rudel Gartow)
• Seit November 2014 im LK Diepholz / Vechta
• Genetikdaten von November 2014 bis Januar 2017
• Lokationen durch genetische Proben von Nutztierrissen und Wildtierrissen
• Streifgebiet von 267 km²

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